Ulmer Friedenswochen 2018

Die Ulmer Friedenswochen 2017 waren ein voller Erfolg. Aufgrund des großen Interesses und der vielen Gespräche haben die Initiatoren beschlossen, sie auch 2018 wieder auf die Beine zu stellen.

Für die Friedenswochen 2018 sind die Planungen längst angelaufen. Beispielsweise hat Reinhold Thiel von der Ulmer Ärzteinitiative (IPPNW) eine erste Veranstaltung für den Herbst 2018 arrangiert: Henrik Paulitz von der Akademie Bergstraße referiert am 27. September 2018 in der Ulmer Volkshochschule über sein neues Buch "Kriegsmacht Deutschland?"

 

Kriegsmacht Deutschland?

Die Bundesrepublik Deutschland sieht sich mit "internationalen Erwartungen" konfrontiert, aufzurüsten, als Ordnungsmacht in Afrika, im Nahen Osten und in Europa aufzutreten und regelmäßig Kriege führen zu "müssen". Nach jahrelangem Verweigern gibt die deutsche Bundesregierung dem massiven Druck offenbar zunehmend nach. Aktuelle außen- und verteidigungspolitische Entscheidungen und Ankündigungen lassen Schlimmes befürchten.

Wer interessiert daran ist, dass der Frieden in Europa und in der Welt bewahrt wird, kommt nicht daran vorbei, sich mit diesem Buch von Henrik Paulitz auseinanderzusetzen. Er möchte die Bevölkerung, aber auch Wissenschaft und Politik wachrütteln, und stellt friedenspolitische Handlungsempfehlungen zur Diskussion. Das Buch sollte überall dort gelesen und diskutiert werden, wo Politik vermittelt und gemacht wird. Es geht uns alle an, ob sich Deutschland zu einer Kriegsmacht entwickelt oder zum Frieden in der Welt beitragen kann.

"Auf Deutschland kommen außenpolitisch sehr gefährliche Entwicklungen zu. Ich möchte allen Bürgerinnen und Bürgern, Schülern und Studierenden, sowie der Politik nachdrücklich empfehlen, sich mit dem Buch ‚Kriegsmacht Deutschland?‘ von Henrik Paulitz auseinanderzusetzen. Es setzt neue Maßstäbe in der friedenspolitischen Debatte."
Dr. jur. Peter Becker
Stiftung Friedensbildung

"Ein wichtiges, nachdenklich machendes und ermutigendes Buch zum richtigen Zeitpunkt, mit vielen Impulsen, aus militärischem Sicherheitsdenken auszusteigen und eine neue Politik der Friedenslogik in Deutschland zu implementieren."
Clemens Ronnefeldt
Internationaler Versöhnungsbund

Henrik Paulitz: Anleitung gegen den Krieg

Henrik Paulitz: Kriegsmacht Deutschland?
Taschenbuch, Akademie Bergstraße, 2018
ISBN 978-3-981-852516

 

 

Henrik Paulitz: Anleitung gegen den Krieg

Henrik Paulitz: Anleitung gegen den Krieg
Taschenbuch, Akademie Bergstraße, 2. Aufl. 2017
ISBN 978-3-981-852509

 

 

Local Power for Peace

Durch die Nutzung heimischer erneuerbarer Energien können Kriege um Öl, Gas, Kohle und Uran überflüssig werden. Die Förderung "regionaler Energieautonomie" ist ein Anliegen von Reinhold Thiel, Allgemeinarzt und Sprecher der Ulmer Ärzteinitiative, einer Regionalgruppe der atomkritischen, ärztlichen Friedensorganisation IPPNW.

Unter dem Motto "Local Power for Peace" ruft die IPPNW dazu auf, konsequent auf eine dezentrale Energiewende zu setzen.

Die Ulmer Ärzteinitiative arbeitet eng vernetzt mit dem "IPPNW-Peace-Power-Net-Work" zusammen, denn es soll weltweit der Gedanke verbreitet werden, dass Energiekriegen mit einer dezentralen Energiewende der Boden entzogen werden kann.

Weil die großen Energiekonzerne die Energiewende seit 30 Jahren blockieren, ist Deutschland heute zu rund 70% abhängig von Öl-, Gas-, Kohle- und Uran-Importen. Und die Energie-Rohstoffe werden – wie erwartet – weltweit immer teurer und umkämpfter. In vielen Kriegen geht es u.a. auch um die Kontrolle der Energierohstoffe.

100% heimische erneuerbare Energie

Rohstoff-Kriege werden überflüssig, wenn man sich im eigenen Land vollständig mit Wind- und Solarenergie und anderen Erneuerbaren Energien versorgt. Es gibt dann keinen Grund, Soldaten in andere Länder zu schicken, um dort den Zugriff auf Öl, Gas, Kohle oder Uran mit militärischer Gewalt zu sichern. Wenn wir uns mit heimischen Energiequellen versorgen, müssen wir keine Öltanker mit Kriegsschiffen verteidigen und keine Gas-Pipelines militärisch sichern.

Die Ulmer Ärzteinitiative plädiert dafür, dass man erneuerbare Energien mit bürgereigenen und kommunalen Anlagen vor Ort erzeugt. Im Gegensatz zu den Energiekonzernen, die sich Großanlagen wünschen, wie zum Beispiel Desertec in der Sahara. Dann haben wir auch keine Konflikte um Kraftwerke in der Wüste und um die Lieferung von Wüstenstrom nach Mitteleuropa. Wir wollen die Energie-Abhängigkeit vom Ausland beenden.

Reinhold Thiel (Allgemeinarzt), Sprecher der Ulmer Ärzteinitiative

 

 

 

Akademie Bergstraße

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Weitere Informationen:
Akademie Bergstraße für Ressourcen-, Demokratie- und Friedensforschung